arag sid

September 2020

Landessportbünde

Die Strukturreform des Sportbundes Rheinland, die der SBR-Mitgliederversammlung am 31. Mai in Trier zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll, nimmt weiter konkrete Gestalt an. SBR-Präsident Fred Pretz warb in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses nachdrücklich für die Neuausrichtung, die im Wesentlichen eine Verkleinerung des Präsidiums mit einem veränderten Aufgabenzuschnitt vorsieht. Außerdem soll der Geschäftsführer des Sportbundes Rheinland, Martin Weinitschke, als Mitglied des Präsidiums mit einem Stimmrecht versehen werden.

„Ich werbe hiermit um Ihre Zustimmung zu dem Konzept. Ich sehe damit das Präsidium gut aufgestellt und freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit im Falle meiner Wiederwahl als Präsident“, sagte Fred Pretz. Das künftige SBR-Präsidium soll demnach aus sieben Mitgliedern (bisher zehn) bestehen. Neben dem ehrenamtlichen Präsidenten sind dies fünf ehrenamtliche Vizepräsidenten mit den jeweiligen Geschäftsbereichen „Finanzen und Verwaltung“, „Kinder- und Jugendsport“, „Qualifizierung“, „Vereinsentwicklung“ und „Gesellschaftliche Aufgaben“ sowie der hauptamtliche Geschäftsführer.

Die Aufgaben und Kompetenzen der Vizepräsidenten bestehen vor allem in der Außenvertretung des SBR, in der sportpolitischen Ausrichtung des Verbandes, der Sportentwicklung, sowie in Budgetberatungen und -entscheidungen, wobei der Präsident für das Gesamtpräsidium verantwortlich zeichnet.

SBR-Präsident Fred Pretz bestritt nicht, dass nicht alle Ziele in einer von SBR-Vizepräsident Walter Desch geleiteten Arbeitsgruppe „Strukturreform“, umgesetzt werden konnten. Dies betrifft besonders Überlegungen zur Veränderungen des Wahlverfahrens der Sportkreisvorsitzenden und zur Funktion des Hauptausschusses. „Dies bedeutet nicht, dass wir hier nicht weiter im Gespräch bleiben“, sagte Pretz. Man stehe erst am Anfang einer Entwicklung. Aufgrund der heterogenen Struktur des organisierten Sports im Land sei dies ein langwieriger Prozess. „Wichtig ist es, mit dem Beschluss auf der Mitgliederversammlung die ersten Schritte einzuleiten.“

Die anschließende engagierte Diskussion signalisierte viel Zustimmung für das Vorgehen – besonders aus den Reihen der Sportkreisvorsitzenden. Sie folgten damit in den Grundzügen der Argumentation des SBR-Präsidenten. Lediglich der Vorsitzende des Motorsportverbandes Rheinland-Pfalz, Armin Kohl, plädierte dafür, die Strukturreform nicht schrittweise, sondern in einem Gesamtpaket zu verabschieden.

Quelle: www.sportbund-rheinland.de