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Oktober 2020

Landessportbünde

Mit dem Lu-Röder-Preis des Landessportbundes Hessen e.V. ist die Geschäftsführerin und Frauenbeauftragte im Präsidium des Hessischen Sportakrobatik-Verbandes, Erika Müllmann, in Frankfurt ausgezeichnet worden. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis wird an Frauen vergeben, die sich in besonderer Art und Weise für die Belange von Frauen im Sport einsetzen. Erika Müllmann erhielt die Auszeichnung für ihr jahrzehntelanges Engagement für Frauen und Mädchen im Bereich der Sportakrobatik. Der Preis wurde von der lsb h-Vizepräsidentin und Laudatorin Dr. Susanne Lapp und dem Präsidenten des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, überreicht.

Die 67-jährige Preisträgerin ist seit 1972 im Sport aktiv. Der Arbeit an der Basis, im konkreten Fall in ihrem Heimatverein FTG Pfungstadt, widmet sie seit dieser Zeit eben so viel Herzblut, wie der Arbeit innerhalb des Hessischen Sportakrobatik-Verbandes auf Landesebene. „Menschen wie sie, sind mit ihrem unschätzbaren Engagement und ihrer Erfahrung für den Sport unverzichtbar“, würdigte Susanne Lapp die Arbeit der Geehrten.

So setzt sich die neue Lu-Röder-Preisträgerin in Pfungstadt seit 1972 sowohl für die Belange des weiblichen Sportakrobatik-Nachwuchses als auch für die der erwachsenen Sportakrobatinnen ein. Das reicht von der Trainingsleitung über Betreuung bis hin zu sozialen Projekten. Hier kümmert sich Erika Müllmann besonders um Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Dabei begeistert sie die Kinder für den Sport und fördert, gemeinsam mit einer örtlichen Wohnungsbaugesellschaft, den Integrationsprozess.

Begeisterung für den Sport mit all seinen sozialen Ausprägungsmerkmalen verbreitet die leidenschaftliche Sportakrobatin auch unter Schulkindern. Hier wirbt sie erfolgreich für den Sport im Verein und fördert dabei den weiblichen Leistungssport ebenso wie den Breiten- und Freizeitsport.

Auf Landesebene ist Erika Müllmann für ihr kämpferisches Engagement für Frauen im Sport bekannt. Dabei geht es ihr um das Schaffen von Voraussetzungen, die den spezifischen Belangen von Frauen im Sport Rechnung tragen und die die Entwicklung von Mädchen und Frauen im Sport fördern. Mädchen und Frauen sollen sich im Sport wohl fühlen, ihre Anerkennung finden, respektiert und geachtet werden, lautet das Credo der Preisträgerin.

Der Erfolg ihres Wirkens wird von ihrem Verband mit eindrucksvollen Zahlen belegt: die Anzahl weiblicher Verbandsmitglieder ist dreimal höher, als die der männlichen. Bei all dem hat Erika Müllmann den Bezug zum aktiven Sport bis heute nicht verloren. So wird sie als Kampfrichterin auf Landes- und Bundesebene für ihre faire Arbeit ebenso geschätzt, wie das auf den internationalen Vergleichskämpfen der Fall ist. Ihr „Einsatzgebiet“ reicht dabei bis hin zu Europa- und Weltmeisterschaften.

Mit der Auszeichnung von Erika Müllmann wird die Arbeit von Lu Röder weitergetragen, die von 1973 bis 1987 Mitglied des Präsidiums des Landessportbundes Hessen war und sich explizit für die Förderung der Frauen im Sport einsetzte.

„Der Preis wird an Frauen verliehen, die das Verständnis für die besondere Situation der Frau im Sport und die Notwendigkeit einer partnerschaftlichen Entwicklung in der Sportorganisation durch ihren besonderen Einsatz in der Verbands- oder Vereinsführung fördern“, heißt es in den Ausschreibungskriterien. Kriterien, die Erika Müllmann in besonderer Weise erfüllt.

 

Quelle: www.landessportbund-hessen.de