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Dezember 2020

Sport-Informations-Dienst (SID)

Bonn (SID) Deutschlands „Gold-Anna“ darf sich große Hoffnungen auf die höchste Auszeichnung des Behindertensports machen. Anna Schaffelhuber, 2014 in Sotschi fünfmalige Paralympics-Siegerin im Monoskifahren, wurde vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) für den alle zwei Jahre vergebenen „Paralympic Sport Award“ nominiert und ist in der Kategorie „Beste Sportlerin“ die klare Favoritin.

Neben der 22 Jahre alten Regensburgerin sind die französische Skifahrerin Marie Bochet – die allerdings „nur“ vier Mal Gold bei fünf Starts holte – sowie die russische Biathletin und Langläuferin Michalina Lisowa (drei Mal Gold, drei Mal Silber) nominiert. Die Auszeichnung wird am 14. November in Mexiko-Stadt vergeben.

Bisher einzige deutsche Preisträger waren Skifahrer Gerd Schönfelder sowie Biathletin und Langläuferin Verena Bentele, die 2011 gemeinsam triumphierten. Bentele ist heute Behindertenbeauftragte der Bundesregierung. 2013 war 100-m-Paralympics-Sieger Heinrich Popow (Leverkusen) in der Kategorie „Bester Sportler“ nominiert.

Diesmal ist Schaffelhuber die einzige Deutsche in der Vorauswahl. Bei den Männern sind Toby Kane (Australien/Ski alpin), Brian McKeever (Kanada/Langlauf) und Roman Petuschkow (Russland/Ski alpin) nominiert. In der Auswahl für das „Beste Debüt bei Paralympics“ stehen Alexej Bugajew (Russland/Ski alpin), Mac Marcoux (Kanada/Ski alpin) und Bibian Mentel-Spee (Niederlande/Snowboard). Auf die Auszeichnung als „Beste Mannschaft“ dürfen das kanadische Curling-Team, die schwedische Langlauf-Staffel und die Slegdhehockey-Auswahl der USA hoffen.