arag sid

September 2020

Landessportbünde

Das Projekt SPORT FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ von Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e. V. (BRSNW) und Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V. ist am 17. Dezember 2015 mit einem der insgesamt fünf Preise der Rudi Assauer Initiative geehrt worden.

Im feierlichen Rahmen in der Veltins-Arena auf Schalke nahmen der BRSNW und LSB NRW die Auszeichnung und den Scheck in Höhe von 500 Euro entgegen: „Wir freuen uns sehr über diese besondere Wertschätzung unseres Projektes und werden weiterhin mit viel Engagement und Herzblut daran arbeiten“, sagte LSB-Präsident Walter Schneeloch vor den geladenen Gästen um den langjährigen Schalke-Manager Rudi Assauer, der wieder persönlich zur dritten Preisverleihung gekommen war.

Mit der öffentlichen Auszeichnung sollen bisher unbeteiligte Mitmenschen dazu angeregt werden, sich ebenfalls hilfreich einzubringen. Außerdem möchte die Assauer-Initiative zur Enttabuisierung von Demenz und Alzheimer durch einschlägige Informationskampagnen und öffentliche Veranstaltungen beitragen.

Das Modellprojekt

Auch bei Menschen mit Demenz bewirken Bewegungs- und Sportaktivitäten positive Effekte auf körperliche Funktion, Kognition und psychosoziale Gesundheit. Doch spezielle Angebote für diese Zielgruppe gab es bislang gar nicht oder viel zu wenige.

Im Modellprojekt SPORT FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ arbeiten die beiden Sportverbände gemeinsam mit Akteuren aus dem Bereich Pflege und Demenzberatung daran, die Situation in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Kooperationspartner sind die Landesinitiative Demenz-Service sowie die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und der privaten Pflege- und Betreuungsanbieter. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Technischen Universität Dortmund, gefördert vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und von den Pflegekassen in NRW.

An 73 Standorten in Nordrhein-Westfalen werden neue Sportangebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen geschaffen. Das Besondere dabei: In jedem dieser lokalen Projekte arbeiten Sportvereine zusammen mit Partnern aus Pflege, Betreuung, Begleitung und Demenzberatung. Das ist das Tandem-Prinzip im Modellprojekt SPORT FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ. Gemeinsam entwickeln die Netzwerkpartner nah an den Lebenswelten der Zielgruppe Sportangebote, die den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz und denen ihrer Angehörigen entsprechen.

Unterschiedlichste Konzepte werden dabei umgesetzt. Die Inhalte sind breit gefächert: Von Tanztee und Wandern bis hin zu Judo, Kraft- und Balance-Training. Ebenso vielfältig sind die Angebotsformen: Breitensport, Rehabilitationssport, niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote sowie Parallelangebote für pflegende Angehörige. Zur Sicherung der Qualität werden im Modellprojekt spezielle Lernangebote entwickelt und erprobt: Fortbildungen für Lehrkräfte und Übungsleiter/-innen, Schulungen für Pflegeprofis und auch Lernangebote für pflegende Angehörige.

Ziel des Projekts ist die Etablierung qualitätsgesicherter Sportangebote für Menschen mit Demenz, die auch nach Projektende 2016 langfristig weiterlaufen. Dazu wird ein Handlungskonzept entwickelt, das Vereinen und Netzwerkpartnern in Nordrhein-Westfalen den Weg weist. Weitere Informationen und Materialien wie Projektzeitung und Projektfolder bietet die Projektseite: www.brsnw.de/demenz.

Ihre Ansprechpartner im Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V. für das Projekt SPORT FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ sind Dieter Keuther (keuther@brsnw.de; 0203-7174-145) und Dr. Georg Schick (schick@brsnw.de,  Tel. 0203-7174-149). – Ansprechpartnerin im Landessportbund NRW e. V. ist Anke Borhof (Anke.Borhof@lsb-nrw.de , Tel. 0203 7381-861)

Quelle: www.lsb-nrw.de