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September 2020

Landessportbünde

Auch im vergangenen Jahr haben die beiden Badischen Sportbünde Nord und Freiburg sowie der Sportbund Pfalz den Sportjournalistenverein Baden-Pfalz beim „SBP-Regionalsportpreis“ unterstützt. Die Ehrung fand bereits zum 17. Mal im Europapark in Rust statt. Die drei Sportbünde und die regionalen Medienvertreter pflegen seit Jahren eine intensive und kooperative Zusammenarbeit. Dieses Miteinander verfolgt auch der Sportjournalistenverein Baden-Pfalz (SBP), der auch in diesem Jahr wieder Preise für Journalisten vergab, die sich insbesondere für die Stärkung der Regionalberichterstattung in ihren Medien einsetzen. So waren die Journalisten erneut aufgefordert, Text- und Fotobeiträge einzusenden, die sich möglichst mit lokalen oder zumindest regionalen Sportthemen befassen sollten.

Breitensport in Medien mehr Raum verschaffen

Die drei Sportbünde haben großes Interesse an journalistischer Arbeit mit lokalem oder regionalem Bezug, denn ein Sportbund ist längst nicht nur eine Vereinigung, die den Sport in Verbänden und Vereinen verwaltet. Auch er benötigt Öffentlichkeit und will seine Themen nach außen transportieren. Dass dem Breiten- und Freizeitsport in den Tageszeitungen immer weniger Platz zur Verfügung steht, ist schade. Umso mehr freute es auch in diesem Jahr die Jury, Artikel prämieren zu können, die sich genau diesen Themen widmeten. SBP-Vorsitzender Hans-Reinhard Scheu zeigte sich in seiner Begrüßung erfreut darüber, dass es nicht nur so viele Text- und Fotoeinsendungen gab, sondern auch wieder eine ganze Reihe von Sportjournalisten den Weg nach Rust fand.

Janalik: Wir brauchen mutigen Sportjournalismus

Heinz Janalik, dem Ehrenpräsidenten des Badischen Sportbundes Nord und Jurymitglied, war es vorbehalten, in einem mit viel Beifall begleiteten Vortrag kritisch auf den Sportjournalismus einzugehen. Zuvor aber äußerte er „Dank, Wertschätzung und Respekt gegenüber all denjenigen, die sich der ständigen Aufgabe schreibender und fotografierender Berichterstattung in den badischen und pfälzischen Regionen widmen. Damit verrichten Sie gesellschaftlich relevante Kulturarbeit“, meinte Janalik. Allerdings warnte er vor der Gefahr, durch Einebnen, Glätten und Schönen der Sportwirklichkeit eine differenzierte Wahrnehmung bei den Lesern außer Kraft zu setzen, z.B. mit der berühmt-berüchtigten 1:0-Berichterstattung. „Wir brauchen dagegen eine mutige, unbestechlich ausleuchtende Analyse durch SportjournalistInnen, die bereit sind, sich gegen den gesellschaftlichen Mainstream des Denkens und Handelns sowie gegen selbstzufriedenes Zurücklehnen der ‚Macher‘ und gegen Vergessen zu stemmen“, forderte Janalik zum Abschluss und fügte an, dass er froh sei, einige Repräsentanten eines solchen vorbildlichen Sportjournalismus‘ auszeichnen zu dürfen.

Qual der Wahl

Die Ausschreibung umfasste in diesem Jahr wie gehabt die beiden Kategorien Texte und Fotos. Unter der Leitung von Hans-Reinhard Scheu traf sich die Jury wenige Tage zuvor in Karlsruhe, um die Sieger festzulegen. Unter den Gewinnern waren alte Bekannte, aber auch neue Gesichter. Markus Waibel vom Südkurier Konstanz siegte bei den Texten mit „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, Markus Gilliar (GES-Sportfoto) bei den Fotos mit „Spaß beim Eckball“. Die Jury setzte sich zusammen aus Heinz Janalik (BSB Nord), Joachim Spägele (BSB Freiburg), Elke Rottmüller (Sportbund Pfalz), Hans-Reinhard Scheu und Wolfram Köhli (beide SBP).

Quelle: www.badischer-sportbund.de