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September 2020

Sport-Informations-Dienst (SID)

Köln (SID) Gute Noten für Paris: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) war nach einem Besuch der französischen Hauptstadt als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2024 voll des Lobes. Olympia an der Seine sei ein „ambitioniertes wie inspirierendes Projekt“, das die Spiele zur „Förderung der Stadtentwicklung“ nutze und Budgets und Fristen einhalte.

„Paris 24 erfüllt seine Verpflichtung, wegweisende Olympische Spiele im Einklang mit der Olympischen Agenda 2020, der strategischen Roadmap des IOC, auszurichten“, erklärte Pierre-Olivier Beckers-Vieujant, Vorsitzender der Koordinierungskommission.

Die Koordinierungskommission des „Ringeordens“ besucht traditionell den Olympia-Gastgeber mehrmals vor dem Startschuss, um den Stand der Vorbereitungen beurteilen zu können. Beckers-Vieujant und sein Team nahmen unter anderem Wettkampfstätten am Eiffelturm, auf den Champs-Elysees und im Stade de France unter die Lupe.

Tony Estanguet, Präsident von Paris 2024, nahm das Lob dankend an. Seine Stadt wolle Spiele austragen, „die anders, billiger, effektiver und spektakulärer sind.“ Die von IOC-Präsident Thomas Bach entwickelte Agenda 2020 sieht vor, dass Gastgeberstädte die Kosten im Vergleich zu früheren Olympischen Spielen deutlich senken und verstärkt auf Nachhaltigkeit setzen.

Auch die Pariser Behörden würden gut kooperieren, stellte das IOC heraus. Die Stadt Paris will bis zu den Spielen 4000 zusätzliche Mitarbeiter beschäftigen, zuletzt wurde ein Treffen mit 300 lokalen Firmen organisiert, um diese zu informieren, wo weitere Arbeitsplätze entstehen könnten.

In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass es einen neuen Nachnutzungsplan für das olympische Schwimmcenter gibt, das von einer temporären in eine dauerhafte Einrichtung verwandelt wird. Das Olympische Dorf werde allerdings entgegen anderslautender Spekulationen nicht verlegt, das Budget für infrastrukturelle Maßnahmen liege weiterhin bei 1,4 Milliarden Euro, hieß es.