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November 2019

Sport-Informations-Dienst (SID)

Heilbronn (SID) Präsident Hanns-Michael Hölz glaubt nach der erfolgreichsten WM in der Geschichte von Snowboard Germany an eine erfolgreiche Zukunft des Verbandes. „Wir sind sehr gut aufgestellt, was den Nachwuchs anbelangt. Wir brauchen nicht so viel Gelände wie die Alpinen zum Training, und wir sind eine kleinere Community“, sagte Hölz im Gespräch mit der Heilbronner Stimme.

Strategisch habe sich der Verband ohnehin sehr gut positioniert. „Es zahlt sich aus, wie wir konzeptionell und sportpolitisch vorgehen. Sonst hätten wir nicht die Medaillen, die wir momentan haben“, sagte Hölz, der das Zusammenspiel der einzelnen Faktoren bei Snowboard Germany hervorhob.

Konkret meint Hölz die Fokussierung auf Topteams sowie gleichermaßen den Nachwuchs und den „sehr guten Trainerstab“. „Nicht zu vergessen“ seien zudem die Stützpunkte wie der Feldberg, den Hölz „in den nächsten ein bis zwei Jahren“ zum Bundesstützpunkt ausbauen will. Dort hatten Paul Berg (Konstanz) und Konstantin Schad (Fischbachau) beim Boardercross-Weltcup Anfang Februar die Plätze zwei und drei belegt.

Noch besser lief es für die deutschen Race- und Crossboarder bei den Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Park City mit insgesamt fünf Medaillen, darunter einer goldenen für Selina Jörg im Parallel-Riesenslalom.

Die Olympiazweite hatte sich im Interview mit dem Tagesspiegel weniger zuversichtlich als ihr Präsident zur Zukunft ihrer Sportart geäußert. „Seit die Carving-Skier aufgekommen sind, hat sich der Trend wieder umgedreht. Vor allem das öffentliche Interesse hat wieder abgenommen“, sagte die 31-Jährige, die 2022 bei den Olympischen Spielen in Peking nicht mehr an den Start gehen will.