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August 2020

Sport-Informations-Dienst (SID)

Köln (SID) Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler rechnet mit einer Blütezeit für den Sport nach dem Ende der Coronakrise. „Ich glaube, organisierter Sport und Sportveranstaltungen werden nach der Krise sehr, sehr wertgeschätzt. Die Leute werden Sport wieder richtig lieben, das ist ein positiver Lichtblick, den ich sehe, wenn wir die Krise hoffentlich möglichst unbeschadet überstehen“, sagte der 29-Jährige dem SID. 

Ein Sterben vor allem kleinerer Wettkämpfe und Meetings sieht Röhler nicht, der Jenaer ruft allerdings zu Solidarität auch in der Leichtathletik auf. „Es wird schwierig, für die nächsten zwei Jahre Budgets zusammenzubekommen. Hier müssen alle mit anpacken, die Manager vielleicht ein Stück weit zurückstecken und ihre Athleten für etwas weniger Geld kleineren Meetings bereitstellen, damit der Sport aus dem Lokalen, wo er herkommt, wieder wachsen kann“, sagte Röhler.

Sorgen bereitet Röhler die Situation vieler Honorartrainer, denen durch die Coronakrise fast alle Einnahmen wegbrechen. „An der Stelle sehe ich definitiv den DOSB, aber auch das Bundesinnenministerium in der Pflicht“, sagte er: „Viele Verträge sind auf 2020 geschrieben. Hier muss jetzt genauso schnell wie für uns Sportler Sicherheit geschaffen werden. Das ist eine klare Forderung, die ich stellen würde. Sonst gibt es die nächste Lücke in der Sportpyramide.“