arag sid

September 2020

Landessportbünde

Die jährliche Bestandserhebung des Landessportverbandes Baden-Württemberg führt in 2019 fort, was in den vorangegangenen vier Jahren schon galt: erneut stiegen die Mitgliedszahlen, nun auf 3.986.516.

Zum Stichtag 1. Januar 2020 zählt der Landessportverband Baden-Württemberg e. V. (LSVBW) exakt 3.986.516 Mitgliedschaften. Das sind 188.146 mehr als im Vorjahr, was einem Wachstum von 4,95% entspricht. Im Land gibt es derzeit 11.294 Sportvereine.

LSVBW-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis freut sich über diese Entwicklung: „Die stetig gute Arbeit im organisierten Sport in Baden-Württemberg und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Sportbünden, der Landesregierung und allen Akteuren zahlt sich aus. Die steigenden Zahlen unterstreichen das – natürlich fühlen wir uns bestätigt, in dem was wir tun. Es zeigt: die Vereine sind gut aufgestellt.“ Hauptgeschäftsführer Ulrich Derad fügt an: „Die positive Entwicklung gibt jedoch keinerlei Anlass zum Ausruhen. Wir machen weiter, denn es gibt trotz der positiven Bilanz noch viele Menschen im Land, die es für den Sport zu begeistern gilt.“

Entwicklung Sportfachverbände und Sportvereine

Der prozentuale Anteil der Sportfachverbände ist seit Jahren stabil: Die Turnerbünde belegen weiterhin den Spitzenplatz mit 1.170.118 Mitgliedschaften, was 27,8% der Gesamtmitgliederzahl entspricht. Es folgen die Fußballverbände mit 23,4% (983.672 Mitgliedschaften) und die Tennisverbände mit 6,5% (272.943 Mitgliedschaften). Der VfB Stuttgart e. V. bleibt zu Beginn des Jahres 2020 mit 70.480 Mitgliedschaften der größte Verein Baden-Württembergs vor den Sektionen Schwaben (33.530 Mitgliedschaften) und Stuttgart (27.859 Mitgliedschaften) des Deutschen Alpenvereins e. V. (DAV). Der SC Freiburg e. V. folgt mit 22.859 Mitgliedschaften.

Zuwächse in fast allen Altersklassen und beiden Geschlechtern

Der weibliche Mitgliederzuwachs liegt bei 85.171, der der Männer bei 102.975. Das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Mitgliedern bleibt damit nahezu gleich wie im Vorjahr, bei 40,6% zu 59,4%. Blickt man auf die Altersstruktur, ist ein deutlicher Anstieg vor allem bei den 41- bis 60-Jährigen von rund 5,1% zu verzeichnen. Die Mitglieder der Altersgruppe über 60 steigen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 6,6%. Zu erklären ist dies unter anderem mit dem demografischen Wandel. Einen Zuwachs gibt es auch bei den Jüngsten, denn die Mitgliederzahlen der 0- bis 6-Jährigen wachsen um rund 6%, die der 7- bis 14-Jährigen um 1%. Auch bei den 27- bis 40-Jährigen gibt es ein Wachstum von mehr als 8,8%. Sport ist also von den Jüngsten bis zu den Ältesten voll im Trend.

Corona-Pandemie: Auswirkungen noch nicht absehbar

Inwiefern sich die Corona-Pandemie auf die weitere Entwicklung der Mitgliedszahlen auswirken wird, lässt sich aktuell schwer voraussehen. Elvira Menzer-Haasis meint: „Wir müssen in Betracht ziehen, dass die aktuelle Situation den Anstieg der vergangenen Jahre ausbremsen kann. Doch die Sportpause hat einigen den Wert der Sportgemeinschaft deutlich gemacht. Es gilt abzuwarten, in welche Richtung sich das entwickelt, doch ich bin guter Dinge. Auch schwierige Zeiten bringen Chancen mit sich.“

Entsprechende Tabellen und Diagramme mit weiteren Informationen zur Mitgliederstatistik des Landessportverbandes Baden-Württemberg finden Sie hier.

Quelle: www.lsvbw.de