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September 2020

Landessportbünde

Am 29. September 1990 und damit noch kurz vor Vollzug der deutschen Einheit und der Wiedergründung des Freistaats Sachsen wurde auf dem 1. Landessporttag in Dresden der Landessportbund Sachsen (LSB) gegründet. Vor wenigen Tagen jährte sich dieser historische Meilenstein sächsischer Sportentwicklung zum 30. Mal.

434 Delegierte repräsentierten im Herbst 1990 in der künftigen Landeshauptstadt insgesamt 49 Kreis- und Stadtsportbünde, 46 Fachverbände mit 51 Sportarten sowie weitere Institutionen des Sports in Sachsen. Sie bestimmten Leipzig zum Sitz des Landessportbundes und wählten Ruder-Doppelolympiasieger Andreas Decker zu ihrem ersten Präsidenten, der heute als Ehrenpräsident noch immer dem LSB-Präsidium angehört. Unter seiner Führung beantragte der LSB knapp einen Monat später die Mitgliedschaft im Deutschen Sportbund, am 15. Dezember wurde sie vollzogen und die Sachsen Teil der gesamtdeutschen Sportfamilie.

Mitgliederzahl verdoppelt

30 Jahre Landessportbund Sachsen sind drei Jahrzehnte erfolgreicher vereinsorganisierter Sport in Sachsen, 30 Jahre größte sächsische Bürgerorganisation und 30 Jahre als engagierte gesellschaftliche Kraft im Land. Von ehemals rund 326.000 Sportlerinnen und Sportlern in 2.137 Vereinen kurz nach seiner Gründung wuchs die Dachorganisation des sächsischen Sports in dieser Zeit auf mehr als die doppelte Größe, während der Freistaat im gleichen Zeitraum 700.000 seiner Einwohner verlor. Heute gehen etwa 676.000 Mitglieder in 4.447 Vereinen einer sportlichen Betätigung nach, rund 100 Sportarten und Disziplinen sind im LSB vertreten – eine sächsische Erfolgsgeschichte. Gerade in der gegenwärtigen Corona-Krise wird deutlich, welche unschätzbare Rolle der organisierte Sport für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Gesundheit und Wohlbefinden in der Bevölkerung innehat.

Vorbilder im Leistungssport

Eine Leuchtturmfunktion für alle Sportbereiche, aber auch über den Sport hinaus, nehmen die Protagonisten des sächsischen Leistungssports ein. Dank der Arbeit vieler Beteiligter, wie Eliteschulen, der Olympiastützpunkt, Unterstützer aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie regionaler und kommunaler Verwaltung gewinnen Spitzensportlerinnen und Spitzensportler jährlich rund 70 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften und schneiden bei Olympischen und Paralympischen Spielen über dem Bundesdurchschnitt ab. Der Landessportbund Sachsen zählt damit zu den leistungsfähigsten im Deutschen Olympischen Sportbund. Athletinnen wie Gabriele Kohlisch, Sylke Otto, Tina Dietze und Christina Schwanitz, Athleten wie Jens Weißflog, Lars Riedel, René Sommerfeldt, Björn Kircheisen oder Eric Frenzel zählen in den drei Dekaden zu den Erfolgreichsten und den Beliebtesten – sie wurden vom Sportpublikum gleich mehrfach zu Sportlern des Jahres gewählt.

Freiwilliges Engagement

Getragen wird die erfolgreiche Sportentwicklung in 30 Jahren Landessportbund Sachsen durch die Kraft des Ehrenamts. Über 80.000 Sachsen investieren gegenwärtig in Sportvereinen und -verbänden Zeit und Energie zugunsten der Allgemeinheit und gestalten so ganz entscheidend die Sportlandschaft im Freistaat mit. Ohne ihr freiwilliges Engagement, ihre geteilten Talente und Erfahrungen, ihre Energie und Tatkraft könnte der gesamte organisierte Sport nicht in dieser Qualität und Vielfalt existieren. Vielen Dank!

Quelle: www.sport-fuer-sachsen.de