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Mai 2021

Landessportbünde

Am 26. Januar fand die jährliche Mitgliederversammlung des Hamburger Sportbunds (HSB) statt. Wegen der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie wurde die Versammlung von November 2020 verschoben und nun digital durchgeführt.

Im Haus des Sports waren nur einige ausgewählte Personen vor Ort, u.a. HSB-Präsident Dr. Jürgen Mantell, Vize-Präsident Christian Okun, Vize-Präsidentin Dörthe Kuhn, HSB-Vorstand Ralph Lehnert und Bernard Kössler sowie das Tagungspräsidium.

An der Veranstaltung nahmen rund 160 stimmberechtigte Vertreterinnen und Vertreter der Sportvereine und -verbände über ihre mobilen Endgeräten teil.

Das Thema Corona und die Lage des Vereinssports waren zentraler Teil der Rede von HSB-Präsident Mantell: „Seit März 2020 ist nichts mehr wie es einmal war, wir befinden uns mitten in einer Jahrhundertpandemie mit Auswirkungen auf jeden Lebensbereich und so auch auf den Hamburger Sport. Aus den Rückmeldungen, die wir seit dem Jahreswechsel von rund einem Viertel der Vereine erhalten haben, wird deutlich, dass viele Vereine zweistellige prozentuale Mitgliederverluste im Vergleich zu den Zahlen des Jahres 2020 haben.“

Die beiden Ehrengäste Sportsenator Andy Grote und DOSB-Präsident Alfons Hörmann waren mit Video-Grußbotschaften zugeschaltet und dankten beide den Vereinen für das bisher geleistete Engagement in der Krise und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, auch außerhalb des Sports sowie die Solidarität der Sportvereine bei der Umsetzung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen.

Themen der Versammlung waren u.a. eine Satzungsänderung zur Förderung der Gleichstellung aller Geschlechter in allen Ämtern und Funktionen im organisierten Sport. In Zukunft bekennt sich der HSB damit zu seinen Grundsätzen und setzt sich aktiv dafür ein, Ungleichheiten langfristig zu beseitigen und vorzubeugen. Dem Antrag wurde zugestimmt.

Des Weiteren wurde über die Sportförderung 2021-2024 informiert und die Mitgliedsorganisationen des HSB stimmten mit deutlicher Mehrheit dem Abschluss des Sportfördervertrags zu.

Auf der Agenda stand außerdem die Abstimmung über die Anpassung und die vorzeitige Verlängerung des Sportversicherungsvertrags, der auch eine Erhöhung der Haftpflichtversicherungssumme auf 15.000.000 Euro mit sich bringt. Des Weiteren wurde als Konsequenz aus der Corona-Pandemie einer Änderung der HSB-Satzung so weit zugestimmt, dass in Zukunft die Durchführung der Mitgliederversammlung und des Hauptausschusses auch ohne besondere Gründe digital möglich werden kann.

Der Antrag des Walddörfer SV, das HSB-Präsidium von sieben auf vier Mitglieder (Präsident, zwei Vize-Präsidenten und HSJ-Vorsitzender) zu reduzieren, wurde zurückgezogen. Begründung des Antrags war hauptsächlich die erschwerte Entscheidungsfindung eines so großen Gremiums und die Unverhältnismäßigkeit der Größe des Aufsichtsgremiums im Gegensatz zu einem Zwei-Personen Vorstand, der rechtlich die Verantwortung für den gesamten Verband trägt. Nach Vorstellung des Antragsstellers soll diese Frage nun im Rahmen der Suche nach einem neuen Präsidenten in einer Findungskommission weiter diskutiert werden.

Der Antrag der Hamburger Sportjugend zur Änderungen der Kinder- und Jugendordnung wurde einstimmig angenommen. Inhalt war die Möglichkeit zukünftig den Delegiertentag als Onlineformat umzusetzen. Darüber hinaus ist es dem HSJ-Vorstand wichtig, das Thema „sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ innerhalb seiner Kinder- und Jugendordnung besser abzubilden.

Ferner wurde über die Jahresrechnung 2019, den Haushaltsplan 2020 sowie die Haushaltsplanungen für 2021 beraten, die von der Versammlung angenommen wurden.

Quelle: www.hamburger-sportbund.de