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September 2022

Landessportbünde

Der Porsche AG war beim Tennis-Grand-Prix jedes Ass 100 Euro wert. Der Landessportverband Baden-Württemberg will damit Geflüchteten aus der Ukraine unbürokratisch helfen.

Iga Swiatek hat das Finale des Porsche-Tennis-Grand-Prix gegen Aryna Sabalenka klar gewonnen. Doch schon vor dem Endspiel zwischen der Nummer eins der Tennis-Damen aus Polen und Sabalenka gab’s die ersten Gewinner. Die Stiftung Agapedia und der Landessportverband Baden-Württemberg erhielten einen Scheck über jeweils 15 000 Euro aus der Aktion „Asse for Charity“. 221 Asse waren’s während der gesamten Turnierwoche, jedes war 100 Euro wert. Am Ende rundete die Porsche AG den Betrag auf.

„Mit der traditionellen Charity-Aktion wollen wir soziale Verantwortung als Unternehmen nachhaltig wahrnehmen“, sagte Detlev von Platen, Porsche-Vorstand für Vertrieb und Marketing: „Wir freuen uns, dass wir damit wohltätige Organisationen unterstützen können. In diesem Jahr liegt unser Fokus auf Projekten für Geflüchtete aus der Ukraine.“

Entsprechend dieses Mottos wurde LSVBW-Hauptgeschäftsführer Uli Derad zur Scheckübergabe von Olena Krassowska auf den Center Court begleitet. Als Leichtathletin hat die in Kiew geborene Krassowska 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen wie auch zwei Jahre davor bei der Europameisterschaft in München Silber über 100 Meter Hürden für die Ukraine gewonnen. Seit Mitte März lebt die 46-Jährige mit ihrer Mutter und 16-jährigen Tochter Yeva in Ludwigsburg.

„Ich habe in der Ukraine als Leichtathletik-Trainerin gearbeitet“, erklärt Krassowska, „ich würde gerne neben meiner Tochter Yeva noch weitere talentierte Jugendliche trainieren.“ Der LSVBW, der Württembergische Leichtathletik-Verband sowie das LAZ Ludwigsburg arbeiten intensiv daran, dass dieser Wunsch Realität werden kann. Und sie hofft, dass auch bald ihr Mann Sergej nachreisen kann, der zur Zeit noch als Athletiktrainer im Tennisverband arbeitet.

„Mit der Spendensumme unterstützen wir geflüchtete ukrainische Leistungssportler und Trainer“, sagte Derad. „Nicht nur Krassowska, sondern auch anderen ukrainischen Trainer:innen sollen auf diese Art unbürokratisch Trainingsmöglichkeiten geboten und ihnen darüber hinaus bei der Bewältigung der auf sie zukommenden Herausforderungen zügig und unbürokratisch helfen werden.“ Für den Sport in Baden-Württemberg ist dies eine Herzensangelegenheit.

Quelle: lsvbw.de