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September 2022

Sport-Informations-Dienst (SID)

Köln (SID) Den deutschen Fußballerinnen winkt bei der Fußball-EM in England (6. bis 31. Juli) eine Rekordprämie. Gewinnt die DFB-Auswahl den neunten EM-Titel, erhält jede Spielerin 60.000 Euro. Das gab der Deutsche Fußball-Bund Anfang Juni bekannt.

Demnach gibt es 30.000 Euro für den Finaleinzug, beim Erreichen des Halbfinales werden 20.000 Euro pro Spielerin ausgeschüttet. Überstehen die DFB-Frauen die Gruppenphase und ziehen ins Viertelfinale ein, sind 10.000 Euro sicher.

Die Titelprämie ist eine erhebliche Steigerung im Vergleich zur EM 2017 (37.500 Euro). Ausgehandelt hat die Prämien der Mannschaftsrat um Kapitänin Alexandra Popp mit Oliver Bierhoff und Holger Blask als Geschäftsführer der DFB GmbH und Co. KG sowie dem Bereichsleiter Management Nationalmannschaften Georg Behlau.

„Es ist ein gutes Ergebnis, das der Mannschaftsrat mit dem DFB vereinbart hat und insgesamt eine positive Entwicklung“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: „Es zeugt vom Charakter des Teams, dass es den Spielerinnen wichtig war, die Prämien stark erfolgs- und leistungsorientiert auszuhandeln.“

Von einer Art „Equal Pay“ wie in den USA ist die Vereinbarung jedoch weit entfernt. Ein Nationalspieler hätte im Falle des Titelgewinns bei der vergangenen EM 400.000 Euro kassiert. Die Gesamtpreisgelder der Turniere liegen allerdings auch meilenweit auseinander. Bei der Frauen-EM werden mittlerweile 16 Millionen Euro (2017: 8 Millionen Euro) ausgeschüttet, bei den Männern waren es 331 Millionen Euro.